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Wenn Archäologie auf Technologie trifft

  • tkreuzberger9
  • 5 days ago
  • 3 min read

Updated: 4 hours ago

Wie aus einer Idee ein interdisziplinäres Team und das Projekt DiDo entstand

Große Projekte beginnen selten mit fertigen Lösungen.Sie beginnen mit einer Beobachtung, einer Idee – und den richtigen Menschen.

Nach 114 Stunden manueller Dokumentation von 10.540 Steinen in der Schicht SE409 war klar: So kann es nicht weitergehen. Die Vision einer automatisierten, digitalen Umzeichnung war geboren. Doch zwischen Vision und Umsetzung liegt ein entscheidender Faktor – das Team.

Die Grundlage: Vertrauen und gemeinsame Erfahrung

Das Projekt DiDo entstand nicht aus einer spontanen Begegnung, sondern aus gewachsenen Beziehungen.

  • Stefan kennt Thomas seit über 25 Jahren.

  • Stefan kennt außerdem Laura und Marco, die wie er selbst tief in der Archäologie verwurzelt sind.

  • Alle drei bringen jahrzehntelange praktische Grabungserfahrung, stratigraphisches Verständnis und methodische Sicherheit mit.

Dieses Fundament ist entscheidend:Die technologische Lösung sollte kein Selbstzweck sein – sie musste archäologisch sinnvoll sein.

Die erste Phase: Idee und Konkretisierung

Zunächst starten Stefan und Thomas gemeinsam.

Stefan bringt die archäologische Problemstellung ein:Die enorme Zeitbelastung durch manuelle Umzeichnung von Binnenstrukturen.

Thomas versteht sofort das Potenzial einer digitalen Lösung. Als erfahrener Entwickler kann er sich eine Applikation zur automatischen Umzeichnung von Steinen gut vorstellen. Eine Software, die Konturen erkennt, Polylines generiert und strukturierte Daten liefert – technisch denkbar.

Doch es gibt eine entscheidende Ehrlichkeit im Prozess:

Thomas ist kein Machine-Learning-Spezialist.Er ist nicht tief im Bereich künstliche Intelligenz, Data Science oder Data Engineering verankert.

Und genau diese Offenheit wird zum Erfolgsfaktor.

Vom Gedanken zur strukturierten Vision

In dieser frühen Phase geht es nicht um Code.Es geht um Klarheit.

Gemeinsam konkretisieren Stefan und Thomas:

  • Was genau soll automatisiert werden?

  • Welche Daten liegen vor?

  • Wie sieht der Idealprozess aus?

  • Wo beginnt und endet das System?

  • Welche Qualitätsanforderungen gelten in der Archäologie?

Der Umfang wird definiert, die Idee geschärft.Doch mit der technischen Umsetzung wird bewusst noch nicht begonnen.

Denn große Projekte brauchen nicht nur Motivation – sie brauchen Struktur und Ressourcen.

Der nächste Schritt: Förderprojekt

Ein entscheidender Meilenstein folgt:

Ein Förderprojekt beimBundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreichwird eingereicht.

Und bewilligt.

Damit erhält die Idee nicht nur finanzielle Grundlage, sondern auch institutionelle Legitimation. Aus einer Vision wird ein offiziell unterstütztes Innovationsprojekt.

Die Unsicherheit – und die Lösung

Mit der Förderzusage wächst auch die Verantwortung.

Thomas weiß:Eine klassische Softwarelösung reicht hier nicht aus.Computer Vision, Machine Learning, künstliche Intelligenz – all das ist notwendig, um die Umzeichnung tatsächlich zu automatisieren.

Und genau an diesem Punkt kommt eine weitere Schlüsselperson ins Spiel:

Dominik.

Thomas kennt ihn seit Jahren. Dominik arbeitet genau in diesem Feld. Machine Learning, KI-Modelle, Datenpipelines, Training von Algorithmen – das ist sein tägliches Geschäft.

Was vorher eine Unsicherheit war, wird nun zur Stärke des Projektes.

Das Team findet sich

Nun formiert sich ein interdisziplinäres Kernteam:

  • Stefan – archäologische Problemdefinition und wissenschaftliche Zielsetzung

  • Laura und Marco – fachliche Expertise, methodische Kontrolle und Qualitätssicherung

  • Thomas – Softwarearchitektur, Systemdesign und Anwendungsentwicklung

  • Dominik – Machine Learning, künstliche Intelligenz und Datenengineering

Jeder bringt einen klar definierten Kompetenzbereich ein.Keine Überschneidungen aus Ego – sondern Ergänzungen aus Expertise.

Das Projekt erhält einen Namen:


>>DiDo - Vision<<

Digitale Dokumentation.

Warum interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend ist

DiDo ist kein reines IT-Projekt.Und es ist kein rein archäologisches Projekt.

Es ist die Schnittstelle.

Archäologie definiert das Problem.Technologie liefert das Werkzeug.Machine Learning automatisiert den Prozess.Software macht es nutzbar.

Nur durch das Zusammenführen dieser Disziplinen kann die ursprüngliche Vision Realität werden:

Die Zeit für manuelle Umzeichnung auf null zu reduzieren –und gewonnene Zeit in wissenschaftliche Interpretation zu investieren.

Von der Idee zur gemeinsamen Mission

Was als Diskussion über 114 Stunden Dokumentationsaufwand begann, entwickelt sich nun zu einem strukturierten Innovationsprojekt mit staatlicher Förderung, klarer Rollenverteilung und technischer Tiefe.

DiDo steht für:

  • Effizienz durch Automatisierung

  • Qualität durch wissenschaftliche Kontrolle

  • Innovation durch KI

  • Zusammenarbeit über Disziplingrenzen hinweg

Doch vielleicht noch wichtiger:

DiDo steht für Vertrauen.25 Jahre gewachsene Zusammenarbeit.Offene Kommunikation über Stärken und Schwächen.Und die Bereitschaft, sich genau die Expertise ins Team zu holen, die benötigt wird.

Fazit

Technologische Innovation entsteht nicht durch Technik allein.Sie entsteht durch Menschen, die sich ergänzen.

Stefan bringt das archäologische Problem.Thomas strukturiert die Lösungsidee.Dominik liefert die KI-Expertise.Laura und Marco sichern die wissenschaftliche Qualität.

So findet sich das Team.So entsteht DiDo.

Und so beginnt die eigentliche Arbeit –nicht nur an einer Software,sondern an einer neuen Form archäologischer Dokumentation.

 
 
 

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